RCM

St. Virgil

St. Vigil 2006



Südtirol-Pässefahrt 2006 - St. Vigil am Kronplatz

(29.Juni bis 03.Juli 2006)

Spätestens bei der Anfahrt zum Brennerpass war jedem der zehn Teilnehmer der diesjährigen Pässefahrt klar, dass ein Vollwaschgang unumgänglich war. Kein Problem, denn eine Generalreinigung des Körpers und des Sportgerätes war eh von Nöten. Na ja, ein bisschen kühl war´s schon, aber schon in Sterzing nach einer warmen Dusche war jeder wieder aufgetaut und mit Vino, Bierra und vielversprechendem Wetterbericht kam die Vorfreude auf die nächsten Tage zurück.

Abfahrt von Murnau deutliche Spuren der Anstrengung
(v.li. Siggi Schuster, Johanna Scheiderer,
Richard Akkermann, Hubert Süß, Elisabeth Süß,
Hans Zehetner,Werner Ogiermann, Hannelore Ogiermann,
Adolf Niggemann, Toni Schwaller)

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Ein Bilderbuchmorgen verlieh den Teilnehmern des Murnauer Radclubs Flügel, und die brauchte man auch um die 1800 Höhenmeter zum Würzjoch zu bezwingen. Auf die verdiente Brotzeit folgte die rasante Abfahrt nach Zwischenwasser. Noch schlappe 300 Höhenmeter und unser Ziel, St. Vigil am Kronplatz, war erreicht. Rasch duschen, denn die deutsche Fußballnationalmannschaft musste noch Argentinien aus dem Wettbewerb werfen. Mit Deutschlandfahne dann Einzug ins Restaurant und den deutschen Sieg gefeiert. Dezent - natürlich, so wie man halt im Radclub Erfolge feiert.


Würzjoch, 2006 ü. NN ein einsamer Fußballfan
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Der Morgen des dritten Tages brachte die gewohnte Hektik, denn nun war es soweit: Sellarunde war angesagt - Corvara, Campolongo, Pordoi, Sellajoch, Grödnerjoch. Die 2200 Höhenmeter mussten nun nicht nur mental sondern auch physisch vom Körper abgerufen werden. Eins vorweg; jeder war gut drauf und auf den Punkt fit - keine Schwächen. Sitzbeschwerden, Knieschmerzen und sonstige kleine Wehwehchen fallen nicht darunter. Aber welch ein Erlebnis für uns alle, denn Tausende, ja Tausende!, von Rennradlern tummelten sich an diesem Tag auf den Pässen rund um das Sellamassiv, um sich für den nächsten Tag auf das Großereignis, den Dolomitenmarathon, einzuradeln. Ein Erlebnis, weil wie immer in Italien, bei solch einem Verkehrsaufkommen das geordnete Chaos herrscht. Toll - keine Hektik, kein drängelnder, ungeduldiger Autofahrer, kein belehrender Tourist, freundliche Carabinieri und kein Unfall. Ein Denkanstoß für Veranstaltungen in Deutschland. Zurück in St. Vigil, die übliche Routine, auffüllen der Kraftstofftanks mit Kohlehydraten in flüssiger und fester Form.

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Auch der vierte Tag bot mit Erstürmung des Furkelpasses, 18% an der steilsten Stelle, einige Schmankerl. Pustatal bis Toblach, Anfahrt nach Cortina D´Ampezzo und dann die erholsamen 13 km mit 1100 Höhenmetern des Falzaregopasses, in mitten vieler Gleichgesinnter Radler des Dolomitenmarathons , weiter zum Valpararolepass, dann talwärts bis La Villa, und endlich – back home in St.Vigil. Geschrieben und gelesen ist das alles natürlich leicht, aber....aktiv die gesamten Strecken bewältigt .... Respekt, liebe Radsportfreunde! geschafft!!!!!
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Für Statistiker: Insgesamt 8600 Höhenmeter, 477 Km, herrliches Wetter, beste Stimmung und kein Unfall oder technischen Defekt. Nicht zu vergessen, bitte genau lesen, Adolf Niggemann, fast siebzig Jahre alt, und Siggi Schuster hängten noch mal 206 Km dran und fuhren per Rad nach Murnau zurück.

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